Pressestimmen
Bild der Frau - 4. Januar 2013

"Neue sanfte Gebärmutter-OP"


neue woche - 6. Juli 2012

"Gebärmutter-OP! Zwei Stunden später war ich wieder zu Hause"


Das neue Blatt - 5. Juni 2012

Nach der Gebärmutter-Op war ich schon abends wieder daheim


Tina (Gesund & Fit) - 30. Mai 2012

Nach der OP war ich abends wieder zu Hause


Blick aktuell - Bad Neuenahr -Ahrweiler/Grafschaft / Altenahr Nr. 24/2008

Neue ambulante Operationstechnik für Gebärmutterentfernung


Express - 6/2008

Morgens Gebärmutter operiert, abends zu Hause


General Anzeiger - 9/2008

Schnitte über fünf Millimeter


Auszug aus ELTERN for family 1997

Wie kommt der Zyklus wieder in Ordnung


Auszug aus ELTERN for family 1997

Myom entfernt - und gleich nach Hause


Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe vom 11. September 1998

Die Schwangerschaft: ein Marathonlauf



Auszug aus ELTERN for family 1997

Wie kommt der Zyklus wieder in Ordnung

Wenn die Periode plötzlich unregelmäßig kommt oder Beschwerden verursacht, kann das hormonelle, organische, aber auch seelische Ursachen haben. Doch es gibt Hilfe.

"Stress und psychische Belastungen wirken gleich doppelt auf die Gesundheit einer Frau ein. Diese beiden Faktoren können nicht nur großen Einfluß auf das hormonelle Gleichgewicht, sondern auch auf das individuelle Schmerzempfinden haben", sagt der Bonner Gynäkologe Professor Peter Bung. "Eine Frau, der es gutgeht, findet eventuelle Beschwerden während der Regel meist akzeptabel. Fühlt sie sich aber gestreßt und überlastet, kann der Schmerz unerträglich werden. Gleichzeitig sorgt der Streß auch häufig dafür, daß Beschwerden tatsächlich stärker werden. Denn: Jeder Organismus hat eine Schwachstelle, und die ist in Extremsituationen besonders störanfällig."

Das sind jetzt die häufigsten Zyklusstörungen:

1. Die Regel kommt zu selten
" Ab 35 Bilden sich die Eierstöcke zurück, viele Frauen erleben immer mehr Zyklen, in denen gar kein Eisprung stattfindet", sagt Professor Bung. Wer sich jetzt ein Baby wünscht, braucht deshalb häufig viel Geduld. Arbeiten die Eierstöcke nicht mehr auf vollen Touren, verwundert es nicht, wenn sich die Abstände zwischen den Blutungen auf 35 Tage oder mehr vergrößern. Eine solche Oligomenorrhoe ist unbedenklich und muß nur dann behandelt werden, wenn die Frau sich damit unwohl fühlt - oder schwanger werden möchte.

2. Die Regel bleibt ganz aus
Wurde eine Schwangerschaft ausgeschlossen und scheidet auch Streß als Auslöser aus, kommen hormonelle Ursachen für die sogenannte sekundäre Amenorrhoe in Betracht. Tritt die Regel nur noch in sehr großen Zeitintervallen oder gar nicht mehr auf, sollten betroffene Frauen unbedingt mit ihrem Arzt sprechen: "Frauen Mitte 30 oder Anfang 40 sollten bei einer sekundären Amenorrhoe unbedingt Hormone nehmen, weil der Mangel an Östrogenen und Gestagenen schwerwiegende Folgen für den Körper hat", rät Professor Peter Bung. "Das Osteroporose-Risiko steigt, ebenso die Gefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen. Auch psychische Beschwerden wie Depressionen und ein herabgesetztes sexuelles Empfinden sind möglich".

3. Die Regel kommt zu oft
Störungen im Hormonhaushalt sind nicht nur für eine zu seltene Regelblutung verantwortlich - sie können auch das Gegenteil bewirken. Von einer Polymenorrhoe sprechen Ärzte dann, wenn vom ersten Tag einer Blutung bis zum ersten Tag der nächsten Blutung weniger als 24 Tage vergehen. Dies muß nur dann behandelt werden, wenn es als lästig oder unangenehm empfunden wird.

4. Die Blutung dauert zu lange und ist zu stark
Wenn die Blutung zehn bis zwölf Tage dauert, spricht man von einer Menorrhagie. Sie ist häufig mit einer zu starken Blutung und deshalb mit großem Blutverlust verbunden - und sollte daher behandelt werden. Neben hormonellen Störungen sind Myome in der Gebärmutter mögliche Auslöser der Beschwerden. Myome, an sich harmlose Geschwulste, lassen sich bei Bedarf mittels einer Gebärmutterspiegelung wegoperieren. Der Eingriff ist auch ambulant möglich.

5. Die Blutung ist sehr schmerzhaft
Wenn die Menstruation mit starken Krämpfen einhergeht, kann das neben den erwähnten psychischen auch körperliche Ursachen haben. Wieder sind Myome in der Gebärmutter, aber auch eine Endometriose mögliche Verursacher. Von einer Endometriose spricht man dann, wenn sich Schleimhautgewebe der Gebärmutter im Bauchraum angesiedelt hat. Sie kann mit Hormonen behandelt werden.

6. Es kommt häufig zu Zwischenblutungen
Die sogenannten mittzyklischen Blutungen oder prämenstruelle Schmierblutungen beruhen in aller Regel auf hormonellen Störungen. Treten sie regelmäßig auf und fühlt sich die Frau nicht zu sehr beeinträchtigt, müssen sie auch nicht behandelt werden. "Hat eine Frau aber noch nie eine Zwischenblutung gehabt und bemerkt dann plötzlich einen Blutfleck im Slip, sollte sie sich unbedingt untersuchen lassen", sagt Professor Bung.


Auszug aus ELTERN for family 1997

Myom entfernt - und gleich nach Hause

Dank moderner Techniken können viele gynäkologische Operationen inzwischen auch ambulant gemacht werden. Die Patientin hat weniger Schmerzen und ist schneller wieder fit.

Was kann man ambulant operieren?


Wer einen ambulanten Eingriff wünscht, sollte sich am besten bei seinem Frauenarzt und beim Hausarzt nach einer geeigneten Praxis oder Tagesklinik erkundigen.

Diese Eingriffe werden ambulant vorgenommen:
  • Entfernung von Myomen in und auf der Gebärmutter
  • Entfernung von Polypen aus der Gebärmutter
  • Entfernen von Endometriose und Eierstockzysten
  • Abklärung und Behandlung von unerfülltem Kinderwunsch, unklaren Unterbauchbeschwerden und Blutungsstörungen
  • Gebärmutterausschabung
  • Gebärmutterentfernung
  • Lösen von Verwachsungen
  • Behandlung von Harninkontinenz
  • Behandlung einer Bauchhöhlenschwangerschaft
  • Fehlgeburtsbehandlung
  • Schwangerschaftsabbruch
  • Sterilisation
  • Wiederherstellung der Fruchtbarkeit nach einer Sterilisation
  • Entfernung von kleinen Geschwulsten am äußeren Genitale und an der Scheide
  • Entfernung von Gewebsknoten aus der Brust

Myom entfernt - und gleich nach Hause

Ein langer Leidensweg liegt hinter Christina M., als sie an die Tagesklinik der Gynäkologen Dr. Alexander Maucher und Udo Auweiler überwiesen wird. Die 31jährige quälen seit Jahren extrem starke und schmerzhafte Blutungen. "Manchmal war es so schlimm, daß ich drei Tage nicht aus dem Haus konnte", erinnert sie sich. Im Dezember 1998 wird bei einer Gebärmutterspiegelung ein etwa zwei Zentimeter großes Myom entdeckt, eine gutartige Geschwulst. So landet Christina M. in der Tagesklinik. "Weil eine Ausschabung Myome nicht beseitigen kann und auch Medikamente nicht helfen, verlieren noch immer viele Frauen nach einer solchen Diagnose ihre Gebärmutter", sagt Frauenarzt Udo Auweiler. "Aber das ist völlig unnötig. Die Blutungsstörungen hören nämlich auf, wenn man das Myom aus der Gebärmutter herausschält. Dieser schonende Eingriff ist eine echte alternative zur Totaloperation."


Fernsehen im OP

Um das Myom zu entfernen, braucht der Arzt ein Hysteroskop. Dieses 30 Zentimeter lange und nur wenige Millimeter dicke Instrument schiebt er durch die Scheide und den zuvor aufgedehnten Muttermund in die Gebärmutter hinein. Die Patientin erhält natürlich eine Vollnarkose. Am Ende des Gerätes befindet sich eine kleine Kamera, die Bilder aus dem Inneren der Gebärmutter auf einen Fernsehmonitor überträgt. Die extreme Vergrößerung erlaubt präzises Arbeiten.
Mit einer elektrischen Schlinge trägt der Operateur das Myom dann Scheibchen für Scheibchen ab und entfernt es so aus der Gebärmutter. Wenige Minuten nach dem etwa halbstündigen Eingriff ist die Patientin wieder wach.
"Mir war hinterher kein bißchen schlecht wie sonst oft nach Narkosen, und Schmerzen im Bauch hatte ich auch nur kurze Zeit. Zwei Stunden nach dem Eingriff durfte ich nach Hause, und da erholt man sich doch am allerbesten", sagt Christina M.


Behandlung in vertrauter Umgebung

Szenenwechsel: In der Tagesklinik der Professoren Jost Brökelmann und Peter Bung soll eine junge Frau behandelt werden, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt.
Jetzt, kurz vor der Operation, spricht der Arzt noch einmal mit ihr und fragt, wie es ihr geht: "Das schafft Vertrauen und baut Angst ab. Der persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig", sagt Professor Bung.
Um die Ursache für die Kinderlosigkeit festzustellen und eventuell direkt zu beheben, sind zwei Eingriffe unter Vollnarkose nötig. Zuerst macht der Frauenarzt eine Hysteroskopie: Er schaut sich die Gebärmutter von innen an, um zum Beispiel Polypen, Myome und frühere Entzündungen auszuschließen.
Mit dem zweiten Eingriff, einer Bauchhöhlenspiegelung oder Laparoskopie, kann er sich den gesamten Bauchraum ansehen, also die Gebärmutter von außen, die Eierstöcke und die Eileiter. Dafür benötigt der Arzt eine Laparoskop, ein dünnes, stabförmiges Instrument, auf das eine kleine Kamera aufgesetzt wird.
Um dieses Instrument ohne Verletzungsgefahr einführen zu können, schneidet der Arzt im Bauchnabel ein zehn Millimeter langes Loch in den Bauch und durchtrennt die einzelnen Gewebeschichten, bis er in der Bauchhöhle ist. Der Bauch wird mit Gas aufgebläht, damit sich die normalerweise eng aufeinanderliegenden Organe voneinander lösen.
Auf dem Fernsehschirm sieht das OP-Team, was sonst nur ein großer Bauchschnitt offenlegen würde: Die Patientin hat ein Myom auf der Gebärmutter und außerdem eine leichte Endometriose - Gebärmutterschleimhautgewebe hat sich im Bauchraum angesiedelt.


Operieren wie durch ein Knopfloch

Weil der Arzt nicht nur in en Bauchraum schauen, sondern auch darin "arbeiten" möchte, bohrt er oberhalb der Schamhaare drei fünf Millimeter große Löcher. Hier kann er nun weitere Geräte einführen: Mit einer Mikroschere entfernt er die Endometriose und löst Verwachsungen, die wahrscheinlich auf eine frühere Entzündung zurückgehen. Er entnimmt Gewebeproben und spült die Eileiter, um ihre Durchgängigkeit zu prüfen.
Zuletzt spült der Arzt den Bauchraum und näht die kleinen Wunden. Narben werden später kaum noch sichtbar sein. Nach etwa drei Stunden darf die junge Frau nach Hause. Eingriffe wie die beiden geschilderten bezeichnet man auch als endoskopische Chirurgie.
Mindestens ebenso schonend wie das Operationsverfahren ist die ambulante Vollnarkose. "Wir verwenden heute neue Narkose-Medikamente, die schon wenige Minuten nach dem Eingriff vollständig abgebaut sind. Der Kreislauf ist früher stabil, die Patientinnen sind viel schneller wieder auf den Beinen", erklärt die Anästhesistin Dr. Christine Schlenger.


Viel Erfahrung gibt Sicherheit

Was die apparative Ausstattung, die Qualität der Narkose und die Sicherheit während des Eingriffes angeht, stehen moderne Praxen und Tageskliniken Krankenhäusern in nichts nach.
Die Gynäkologen können den hohen Standard ihrer Arbeit auch statistisch belegen: "Die Komplikationsraten während der Operation, in der Überwachungsphase und nach der Entlassung sind in den letzten Jahren konstant niedrig - nur etwa eine von 1000 operierten Frauen ist betroffen. Genauso selten wird eine Patientin in ein Krankenhaus verlegt", sagt Professor Jost Brökelmann, Vorsitzender des Bundesverbandes für Ambulantes Operieren (BAO).
In Deutschland werden zur Zeit nur etwa 20 Prozent aller gynäkologischen Operationen ambulant durchgeführt. In den Vereinigten Staaten sind es stolze 75 Prozent! Da bleibt noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.



Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe vom 11. September 1998

Die Schwangerschaft: ein Marathonlauf

Werdende Mütter sind in einem mittleren Belastungsbereich leistungsfähiger als nicht schwangere Frauen. Sportliche Betätigung in der Schwangerschaft ist daher sogar empfehlenswert. Was indes noch häufig übersehen wird, ist der erhöhte Bedarf an Jod, Eisen und Folsäure bei Schwangeren und stillenden Müttern.

"Wir sind dazu übergegangen, Schwangeren den Sport nicht nur zu erlauben, sondern zu empfehlen", erklärt Professor Peter Bung von der Universitäts-Frauenklinik Bonn. Sporttreibende Schwangere haben deutliche Vorteile gegenüber weniger sportlichen Müttern: sie stärken ihre Rückenmuskulatur, sie beugen der Bildung von Thrombosen, Krampfadern und Hämorrhoiden vor, nehmen weniger zu, verarbeiten die Wehen besser und erholen sich schneller von der Geburt.
Auch wirkt sich der Sport positiv auf Zufriedenheit und Selbstbewußtsein aus. Dauer und Intensität des Trainings richten sich nach der individuellen Fitness der Mutter. "Die Belastung sollte so gewählt sein, daß die schwangere Frau ohne Anstrengung sprechen kann", so Bung. Besonders geeignet sind Sportarten, bei denen das Körpergewicht nicht getragen werden muß, wie Radfahren oder Schwimmen.
Die Natur kommt der Bewegung in der Schwangerschaft geradezu entgegen, denn die mittlere Leistungsfähigkeit ist in der Schwangerschaft nicht eingeschränkt, sondern sogar erhöht. Die Gründe für diese Leistungssteigerung konnten im Detail noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. "Wir gehen davon aus, daß eine Schwangerschaft körperliche Anpassungsmechanismen auslöst, die denen eines Ausdauertrainings vergleichbar sind", sagt Bung.
Prinzipiell bestehe bei körperlicher Anstrengung die Gefahr, daß durch den veränderten Blutfluß der Fetus mit Sauerstoff und Nährstoffen unterversorgt ist. Der unter Belastung potentiell verringerte Blutfluß zur Gebärmutter gefährde indes nicht die Blutversorgung des Ungeborenen, da die Schwangere über Anpassungsmechanismen verfüge, die die Blutversorgung von Plazenta und Ungeborenem gewährleisten.


Besonders sensibel: Die Frühschwangerschaft

Die Gefahr, daß der Fetus wegen Überhitzung Schaden erleidet, ist in der frühen Schwangerschaft am größten. Die Schwangere hat zu Beginn der Schwangerschaft (bis etwa 50 Tage nach der letzten Regelblutung) noch nicht die physiologischen Veränderungen vollzogen, die später das Ungeborene vor Überhitzung schützen: das Blutvolumen nimmt zu, sie schwitzt vermehrt, die Haut wird stärker durchblutet, die Atmung beschleunigt. Auf intensive Belastungen, wie etwa Marathonlaufen, sollten Schwangere, etwa Leistungssportlerinnen, daher vor allem in der Frühschwangerschaft verzichten.


Darauf sollen Schwangere verzichten

Starke Belastungen jeglicher Art sind für Schwangere ungeeignet, ebenso Mannschafts-, Kampf- und Abenteuersportarten (Bungeespringen, Drachenfliegen, Fallschirmspringen) wegen der Verletzungsgefahr, Turnen, Trampolinspringen, Reiten wegen der Sturzgefahr sowie Tauchen wegen der Dekompression. Saunabesuche bei 90-100 Grad Celsius dürfen nicht länger als 10 bis 20 Minuten dauern.
Auf sportliche Betätigung sollten Schwangere generell verzichten, wenn sie bereits Frühgeburten hatten, bei Zwillingsschwangerschaften, Uterusblutungen, frühzeitiger Wehentätigkeit und bei vorzeitigem Blasensprung. Auch Eßstörungen, extremes Über- oder Untergewicht, Diabetes mellitus sowie Herz- und Nierenkrankheiten verbieten solche Anstrengungen.
 

Fehlernährung kann auch spät noch zu Schäden führen

Eine falsche Ernährung der Mutter kann beim Säugling zu bleibenden Gesundheitsproblemen führen. Mütterliche Mangelernährung kann beim Säugling Diabetes und Bluthochdruck verursachen. Zahlreiche Beobachtungen belegen, daß es während der Schwangerschaft und nach der Geburt zeitlich begrenzte Perioden gibt, in denen ein mangelndes Angebot an Nährstoffen nachhaltige Einflüsse auf die spätere Entwicklung des Kindes hat. So kann eine Unterversorgung mit Eisen im ersten Lebensjahr zu zentralnervösen Störungen führen: Die Kinder entwickeln sich geistig und psychomotorisch schlechter als der Durchschnitt.
Mütter, die sich rein pflanzlich ernähren, sollten in der Stillzeit Vitamin B 12 zu sich nehmen. Ausschließlich gestillte Kinder vegetarischer Mütter können als Folge des Vitamin B12-Mangels schwerste Nervenschädigungen erleiden. Verzichten sollten Schwangere auf den Verzehr von Leber wegen der hohen Schadstoffbelastung und des hohen Anteils an Vitamin A. Auch vor geringen Mengen Alkohols warnt Bung: Auch ein moderater Alkoholgenuß können zu späterer Hyperaktivität und Konzentrationsschwächen des Kindes führen.
 

Folsäure, Jod und Eisen

Obwohl seit Jahren bekannt ist, daß während der Schwangerschaft und Stillzeit ein Mehrbedarf vor allem an Folsäure, Eisen und Jod besteht, ergänzen immer noch zuwenig Schwangere ihre Nahrung dementsprechend. Immer noch kommen pro Jahr 800 Kinder wegen Folsäuremangels in der Frühschwangerschaft mit einer Spina bifida (offener Rücken) zur Welt und sechs Prozent aller Säuglinge haben wegen Jodmangels bei der Geburt schon einen Kropf. "Jodiertes Speisesalz und Seefisch einmal pro Woche reichen aus, um den Mehrbedarf an Jod zu gewährleisten", so Bung.
Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt Bung hingegen, bereits vor der Schwangerschaft 0,4 mg Folsäure pro Tag einzunehmen. Folatmangel kann beim Ungeborenen schon Mißbildungen verursachen, wenn die Mutter noch gar nicht weiß, daß sie schwanger ist. Auch werde Folatmangel im Zusammenhang mit Fehl-, Frühgeburten sowie mit dem Plötzlichen Kindstod diskutiert.