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Auszug
aus ELTERN for family 1997
Wie kommt der Zyklus wieder in Ordnung
Wenn die Periode plötzlich unregelmäßig kommt oder
Beschwerden verursacht,
kann das hormonelle, organische, aber auch seelische Ursachen haben.
Doch es gibt Hilfe.
"Stress und psychische Belastungen wirken gleich doppelt
auf die Gesundheit einer Frau ein. Diese beiden Faktoren können
nicht nur großen Einfluß auf das hormonelle Gleichgewicht,
sondern auch auf das individuelle Schmerzempfinden haben", sagt
der Bonner Gynäkologe Professor Peter Bung. "Eine Frau,
der es gutgeht, findet eventuelle Beschwerden während der Regel
meist akzeptabel. Fühlt sie sich aber gestreßt und überlastet,
kann der Schmerz unerträglich werden. Gleichzeitig sorgt der
Streß auch häufig dafür, daß Beschwerden tatsächlich
stärker werden.
Denn: Jeder Organismus hat eine Schwachstelle, und die ist in Extremsituationen
besonders störanfällig."
Das sind jetzt die häufigsten Zyklusstörungen:
1. Die Regel kommt zu selten
"Ab 35 Bilden sich die Eierstöcke zurück, viele
Frauen erleben immer mehr Zyklen, in denen gar kein Eisprung stattfindet",
sagt Professor Bung. Wer sich jetzt ein Baby wünscht, braucht
deshalb häufig viel Geduld.
Arbeiten die Eierstöcke nicht mehr auf vollen Touren, verwundert
es nicht, wenn sich die Abstände zwischen den Blutungen auf 35
Tage oder mehr vergrößern.
Eine solche Oligomenorrhoe ist unbedenklich und muß nur dann
behandelt werden, wenn die Frau sich damit unwohl fühlt
oder schwanger werden möchte.
2. Die Regel bleibt ganz aus
Wurde eine Schwangerschaft ausgeschlossen und scheidet auch Streß
als Auslöser aus, kommen hormonelle Ursachen für die sogenannte
sekundäre Amenorrhoe in Betracht.
Tritt die Regel nur noch in sehr großen Zeitintervallen oder
gar nicht mehr auf, sollten betroffene Frauen unbedingt mit ihrem
Arzt sprechen:
"Frauen Mitte 30 oder Anfang 40 sollten bei einer sekundären
Amenorrhoe unbedingt Hormone nehmen, weil der Mangel an Östrogenen
und Gestagenen schwerwiegende Folgen für den Körper hat",
rät Professor Peter Bung.
"Das Osteroporose-Risiko steigt, ebenso die Gefahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zu bekommen. Auch psychische Beschwerden wie Depressionen und ein
herabgesetztes sexuelles Empfinden sind möglich".
3. Die Regel kommt zu oft
Störungen im Hormonhaushalt sind nicht nur für eine
zu seltene Regelblutung verantwortlich sie können auch
das Gegenteil bewirken. Von einer Polymenorrhoe sprechen Ärzte
dann, wenn vom ersten Tag einer Blutung bis zum ersten Tag der nächsten
Blutung weniger als 24 Tage vergehen. Dies muß nur dann behandelt
werden, wenn es als lästig oder unangenehm empfunden wird.
4. Die Blutung dauert zu lange und ist zu stark
Wenn die Blutung zehn bis zwölf Tage dauert, spricht man
von einer Menorrhagie. Sie ist häufig mit einer zu starken Blutung
und deshalb mit großem Blutverlust verbunden und sollte
daher behandelt werden.
Neben hormonellen Störungen sind Myome in der Gebärmutter
mögliche Auslöser der Beschwerden. Myome, an sich harmlose
Geschwulste, lassen sich bei Bedarf mittels einer Gebärmutterspiegelung
wegoperieren. Der Eingriff ist auch ambulant möglich.
5. Die Blutung ist sehr schmerzhaft
Wenn die Menstruation mit starken Krämpfen einhergeht, kann
das neben den erwähnten psychischen auch körperliche Ursachen
haben. Wieder sind Myome in der Gebärmutter, aber auch eine Endometriose
mögliche Verursacher. Von einer Endometriose spricht man dann,
wenn sich Schleimhautgewebe der Gebärmutter im Bauchraum angesiedelt
hat. Sie kann mit Hormonen behandelt werden.
6. Es kommt häufig zu Zwischenblutungen
Die sogenannten mittzyklischen Blutungen oder prämenstruelle
Schmierblutungen beruhen in aller Regel auf hormonellen Störungen.
Treten sie regelmäßig auf und fühlt sich die Frau
nicht zu sehr beeinträchtigt, müssen sie auch nicht behandelt
werden.
"Hat eine Frau aber noch nie eine Zwischenblutung gehabt und
bemerkt dann plötzlich einen Blutfleck im Slip, sollte sie sich
unbedingt untersuchen lassen", sagt Professor Bung.
Auszug
aus ELTERN for family 1997
Myom entfernt und gleich nach Hause
Dank moderner Techniken können viele gynäkologische
Operationen inzwischen auch ambulant gemacht werden. Die Patientin
hat weniger Schmerzen und ist schneller wieder fit.
Was kann man ambulant operieren?
Wer einen ambulanten Eingriff wünscht, sollte sich am besten
bei seinem Frauenarzt und beim Hausarzt nach einer geeigneten Praxis
oder Tagesklinik erkundigen.
Diese Eingriffe werden ambulant vorgenommen:
- Entfernung
von Myomen in und auf der Gebärmutter
- Entfernung
von Polypen aus der Gebärmutter
- Entfernen
von Endometriose und Eierstockzysten
- Abklärung
und Behandlung von unerfülltem Kinderwunsch, unklaren Unterbauch-beschwerden
und Blutungsstörungen
- Gebärmutterausschabung
- Gebärmutterentfernung
- Lösen
von Verwachsungen
- Behandlung
von Harninkontinenz
- Behandlung
einer Bauchhöhlenschwangerschaft
- Fehlgeburtsbehandlung
- Schwangerschaftsabbruch
- Sterilisation
- Wiederherstellung
der Fruchtbarkeit nach einer Sterilisation
- Entfernung
von kleinen Geschwulsten am äußeren Genitale und an
der Scheide
- Entfernung
von Gewebsknoten aus der Brust
Myom entfernt - und gleich nach Hause
Ein langer Leidensweg liegt hinter Christina M., als sie an die
Tagesklinik der Gynäkologen Dr. Alexander Maucher und Udo Auweiler
überwiesen wird. Die 31jährige quälen seit Jahren extrem
starke und schmerzhafte Blutungen. "Manchmal war es so schlimm,
daß ich drei Tage nicht aus dem Haus konnte", erinnert
sie sich.
Im Dezember 1998 wird bei einer Gebärmutterspiegelung ein etwa
zwei Zentimeter großes Myom entdeckt, eine gutartige Geschwulst.
So landet Christina M. in der Tagesklinik.
"Weil eine Ausschabung Myome nicht beseitigen kann und auch Medikamente
nicht helfen, verlieren noch immer viele Frauen nach einer solchen
Diagnose ihre Gebärmutter", sagt Frauenarzt Udo Auweiler.
"Aber das ist völlig unnötig. Die Blutungsstörungen
hören nämlich auf, wenn man das Myom aus der Gebärmutter
herausschält. Dieser schonende Eingriff ist eine echte alternative
zur Totaloperation."
Fernsehen im OP
Um das Myom zu entfernen, braucht der Arzt ein Hysteroskop. Dieses
30 Zentimeter lange und nur wenige Millimeter dicke Instrument schiebt
er durch die Scheide und den zuvor aufgedehnten Muttermund in die
Gebärmutter hinein. Die Patientin erhält natürlich
eine Vollnarkose. Am Ende des Gerätes befindet sich eine kleine
Kamera, die Bilder aus dem Inneren der Gebärmutter auf einen
Fernsehmonitor überträgt. Die extreme Vergrößerung
erlaubt präzises Arbeiten.
Mit einer elektrischen Schlinge trägt der Operateur das Myom
dann Scheibchen für Scheibchen ab und entfernt es so aus der
Gebärmutter. Wenige Minuten nach dem etwa halbstündigen
Eingriff ist die Patientin wieder wach.
"Mir war hinterher kein bißchen schlecht wie sonst oft
nach Narkosen, und Schmerzen im Bauch hatte ich auch nur kurze Zeit.
Zwei Stunden nach dem Eingriff durfte ich nach Hause, und da erholt
man sich doch am allerbesten", sagt Christina M.
Behandlung in vertrauter Umgebung
Szenenwechsel: In der Tagesklinik der Professoren Jost Brökelmann
und Peter Bung soll eine junge Frau behandelt werden, deren Kinderwunsch
sich nicht erfüllt.
Jetzt, kurz vor der Operation, spricht der Arzt noch einmal mit ihr
und fragt, wie es ihr geht: "Das schafft Vertrauen und baut Angst
ab. Der persönliche Kontakt ist uns sehr wichtig", sagt
Professor Bung.
Um die Ursache für die Kinderlosigkeit festzustellen und eventuell
direkt zu beheben, sind zwei Eingriffe unter Vollnarkose nötig.
Zuerst macht der Frauenarzt eine Hysteroskopie: Er schaut sich die
Gebärmutter von innen an, um zum Beispiel Polypen, Myome und
frühere Entzündungen auszuschließen.
Mit dem zweiten Eingriff, einer Bauchhöhlenspiegelung oder Laparoskopie,
kann er sich den gesamten Bauchraum ansehen, also die Gebärmutter
von außen, die Eierstöcke und die Eileiter. Dafür
benötigt der Arzt eine Laparoskop, ein dünnes, stabförmiges
Instrument, auf das eine kleine Kamera aufgesetzt wird.
Um dieses Instrument ohne Verletzungsgefahr einführen zu können,
schneidet der Arzt im Bauchnabel ein zehn Millimeter langes Loch in
den Bauch und durchtrennt die einzelnen Gewebeschichten, bis er in
der Bauchhöhle ist. Der Bauch wird mit Gas aufgebläht, damit
sich die normalerweise eng aufeinanderliegenden Organe voneinander
lösen.
Auf dem Fernsehschirm sieht das OP-Team, was sonst nur ein großer
Bauchschnitt offenlegen würde: Die Patientin hat ein Myom auf
der Gebärmutter und außerdem eine leichte Endometriose
- Gebärmutterschleimhautgewebe hat sich im Bauchraum angesiedelt.
Operieren wie durch ein Knopfloch
Weil der Arzt nicht nur in en Bauchraum schauen, sondern auch
darin "arbeiten" möchte, bohrt er oberhalb der Schamhaare
drei fünf Millimeter große Löcher. Hier kann er nun
weitere Geräte einführen: Mit einer Mikroschere entfernt
er die Endometriose und löst Verwachsungen, die wahrscheinlich
auf eine frühere Entzündung zurückgehen. Er entnimmt
Gewebeproben und spült die Eileiter, um ihre Durchgängigkeit
zu prüfen.
Zuletzt spült der Arzt den Bauchraum und näht die kleinen
Wunden. Narben werden später kaum noch sichtbar sein. Nach etwa
drei Stunden darf die junge Frau nach Hause. Eingriffe wie die beiden
geschilderten bezeichnet man auch als endoskopische Chirurgie.
Mindestens ebenso schonend wie das Operationsverfahren ist die ambulante
Vollnarkose. "Wir verwenden heute neue Narkose-Medikamente, die
schon wenige Minuten nach dem Eingriff vollständig abgebaut sind.
Der Kreislauf ist früher stabil, die Patientinnen sind viel schneller
wieder auf den Beinen", erklärt die Anästhesistin Dr.
Christine Schlenger.
Viel Erfahrung gibt Sicherheit
Was die apparative Ausstattung, die Qualität der Narkose
und die Sicherheit während des Eingriffes angeht, stehen moderne
Praxen und Tageskliniken Krankenhäusern in nichts nach.
Die Gynäkologen können den hohen Standard ihrer Arbeit auch
statistisch belegen: "Die Komplikationsraten während der
Operation, in der Überwachungsphase und nach der Entlassung sind
in den letzten Jahren konstant niedrig - nur etwa eine von 1000 operierten
Frauen ist betroffen. Genauso selten wird eine Patientin in ein Krankenhaus
verlegt", sagt Professor Jost Brökelmann, Vorsitzender des
Bundesverbandes für Ambulantes Operieren (BAO).
In Deutschland werden zur Zeit nur etwa 20 Prozent aller gynäkologischen
Operationen ambulant durchgeführt. In den Vereinigten Staaten
sind es stolze 75 Prozent! Da bleibt noch einiges an Aufklärungsarbeit
zu leisten.
Pressemitteilung
der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
vom 11. September 1998
Die Schwangerschaft: ein Marathonlauf
Werdende Mütter sind in einem mittleren Belastungsbereich leistungsfähiger
als nicht schwangere Frauen. Sportliche Betätigung in der Schwangerschaft
ist daher sogar empfehlenswert. Was indes noch häufig übersehen
wird, ist der erhöhte Bedarf an Jod, Eisen und Folsäure
bei Schwangeren und stillenden Müttern.
"Wir sind dazu übergegangen, Schwangeren den Sport
nicht nur zu erlauben, sondern zu empfehlen", erklärt Professor
Peter Bung von der Universitäts-Frauenklinik Bonn. Sporttreibende
Schwangere haben deutliche Vorteile gegenüber weniger sportlichen
Müttern: sie stärken ihre Rückenmuskulatur, sie beugen
der Bildung von Thrombosen, Krampfadern und Hämorrhoiden vor,
nehmen weniger zu, verarbeiten die Wehen besser und erholen sich schneller
von der Geburt.
Auch wirkt sich der Sport positiv auf Zufriedenheit und Selbstbewußtsein
aus. Dauer und Intensität des Trainings richten sich nach der
individuellen Fitness der Mutter. "Die Belastung sollte so gewählt
sein, daß die schwangere Frau ohne Anstrengung sprechen kann",
so Bung. Besonders geeignet sind Sportarten, bei denen das Körpergewicht
nicht getragen werden muß, wie Radfahren oder Schwimmen.
Die Natur kommt der Bewegung in der Schwangerschaft geradezu entgegen,
denn die mittlere Leistungsfähigkeit ist in der Schwangerschaft
nicht eingeschränkt, sondern sogar erhöht. Die Gründe
für diese Leistungssteigerung konnten im Detail noch nicht wissenschaftlich
nachgewiesen werden. "Wir gehen davon aus, daß eine Schwangerschaft
körperliche Anpassungsmechanismen auslöst, die denen eines
Ausdauertrainings vergleichbar sind", sagt Bung.
Prinzipiell bestehe bei körperlicher Anstrengung die Gefahr,
daß durch den veränderten Blutfluß der Fetus mit
Sauerstoff und Nährstoffen unterversorgt ist. Der unter Belastung
potentiell verringerte Blutfluß zur Gebärmutter gefährde
indes nicht die Blutversorgung des Ungeborenen, da die Schwangere
über Anpassungsmechanismen verfüge, die die Blutversorgung
von Plazenta und Ungeborenem gewährleisten.
Besonders sensibel: Die Frühschwangerschaft
Die Gefahr, daß der Fetus wegen Überhitzung Schaden
erleidet, ist in der frühen Schwangerschaft am größten.
Die Schwangere hat zu Beginn der Schwangerschaft (bis etwa 50 Tage
nach der letzten Regelblutung) noch nicht die physiologischen Veränderungen
vollzogen, die später das Ungeborene vor Überhitzung schützen:
das Blutvolumen nimmt zu, sie schwitzt vermehrt, die Haut wird stärker
durchblutet, die Atmung beschleunigt. Auf intensive Belastungen, wie
etwa Marathonlaufen, sollten Schwangere, etwa Leistungssportlerinnen,
daher vor allem in der Frühschwangerschaft verzichten.
Darauf sollen Schwangere verzichten
Starke Belastungen jeglicher Art sind für Schwangere ungeeignet,
ebenso Mannschafts-, Kampf- und Abenteuersportarten (Bungeespringen,
Drachenfliegen, Fallschirmspringen) wegen der Verletzungsgefahr, Turnen,
Trampolinspringen, Reiten wegen der Sturzgefahr sowie Tauchen wegen
der Dekompression. Saunabesuche bei 90-100 Grad Celsius dürfen
nicht länger als 10 bis 20 Minuten dauern.
Auf sportliche Betätigung sollten Schwangere generell verzichten,
wenn sie bereits Frühgeburten hatten, bei Zwillingsschwangerschaften,
Uterusblutungen, frühzeitiger Wehentätigkeit und bei vorzeitigem
Blasensprung. Auch Eßstörungen, extremes Über- oder
Untergewicht, Diabetes mellitus sowie Herz- und Nierenkrankheiten
verbieten solche Anstrengungen.
Fehlernährung kann auch spät noch zu Schäden führen
Eine falsche Ernährung der Mutter kann beim Säugling
zu bleibenden Gesundheitsproblemen führen. Mütterliche Mangelernährung
kann beim Säugling Diabetes und Bluthochdruck verursachen. Zahlreiche
Beobachtungen belegen, daß es während der Schwangerschaft
und nach der Geburt zeitlich begrenzte Perioden gibt, in denen ein
mangelndes Angebot an Nährstoffen nachhaltige Einflüsse
auf die spätere Entwicklung des Kindes hat. So kann eine Unterversorgung
mit Eisen im ersten Lebensjahr zu zentralnervösen Störungen
führen: Die Kinder entwickeln sich geistig und psychomotorisch
schlechter als der Durchschnitt.
Mütter, die sich rein pflanzlich ernähren, sollten in der
Stillzeit Vitamin B 12 zu sich nehmen. Ausschließlich gestillte
Kinder vegetarischer Mütter können als Folge des Vitamin
B12-Mangels schwerste Nervenschädigungen erleiden. Verzichten
sollten Schwangere auf den Verzehr von Leber wegen der hohen Schadstoffbelastung
und des hohen Anteils an Vitamin A. Auch vor geringen Mengen Alkohols
warnt Bung: Auch ein moderater Alkoholgenuß können zu späterer
Hyperaktivität und Konzentrationsschwächen des Kindes führen.
Folsäure, Jod und Eisen
Obwohl seit Jahren bekannt ist, daß während der Schwangerschaft
und Stillzeit ein Mehrbedarf vor allem an Folsäure, Eisen und
Jod besteht, ergänzen immer noch zuwenig Schwangere ihre Nahrung
dementsprechend. Immer noch kommen pro Jahr 800 Kinder wegen Folsäuremangels
in der Frühschwangerschaft mit einer Spina bifida (offener Rücken)
zur Welt und sechs Prozent aller Säuglinge haben wegen Jodmangels
bei der Geburt schon einen Kropf. "Jodiertes Speisesalz und Seefisch
einmal pro Woche reichen aus, um den Mehrbedarf an Jod zu gewährleisten",
so Bung.
Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt Bung hingegen, bereits vor
der Schwangerschaft 0,4 mg Folsäure pro Tag einzunehmen. Folatmangel
kann beim Ungeborenen schon Mißbildungen verursachen, wenn die
Mutter noch gar nicht weiß, daß sie schwanger ist. Auch
werde Folatmangel im Zusammenhang mit Fehl-, Frühgeburten sowie
mit dem Plötzlichen Kindstod diskutiert.
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